Reformation 2017 in den Kirchenkreisen Aachen . Jülich . Gladbach-Neuss . Krefeld-Viersen

Gottes Wort kehrt nicht wieder leer zu ihm zurück. Andacht für den Monat März

Foto: Kirchenkreis Krefeld-Viersen
Foto: Kirchenkreis Krefeld-Viersen

Das Wort Gottes geht seinen Weg. Und auf diesem Weg entfaltet es seine Wirkung. Es lässt sich wahr nehmen. Die Wirkung des Wortes wird uns vor Augen gestellt.

Wir erkennen Wirkungen, wenn wir in die Vergangenheit schauen. Unter anderem deshalb feiern wir das Reformationsjubiläum, weil wir darin eine Wirkung des Wortes Gottes finden.

Und wir erkennen Wirkungen, wenn wir auf die Gegenwart schauen. Menschen, Zeitgenossen, lassen sich bewegen von Gottes Wort, sie glauben, lieben, hoffen. Sie sind in der Gemeinde aktiv für die Welt, als Christus gegenwärtig in der Welt lebend und handelnd.


Sie folgen dem Weg Jesu Christi nach. Denn Jesus Christus ist Gottes Wort, der Gekreuzigte, der auferstanden ist. Und aus diesem Christus-Geschehen, aus Kreuz und Auferstehung, Karfreitag und Ostern fließt die Wirkung des Wortes Gottes.

Freude und Leid des Lebens sind darin umfasst. Die Erfahrung der Gottesferne und der Lebensfülle, der Schuld und der Vergebung, des Scheiterns und des Aufstehens. Gottes Wort trägt in all diesen Erfahrungen, die uns möglich sind, weil Jesus Christus in all diesen Erfahrungen präsent ist und sie selbst getragen hat. Gott ist Mensch geworden, nichts, was uns widerfahren kann, ist ihm fremd. Er kann in allem bei uns sein.

Und er ist es. Und das wirkt.

Es ist die Mit-Menschlichkeit Gottes, die ihre Wirkung entfaltet. Und die hineinwirkt in das menschliche Miteinander. Was bedeutet das für unser Menschenbild, für unsere Welt-Anschauung, für die Art und Weise, wie wir uns und anderen begegnen? Wie beteiligen wir uns daran, dass Gottes Wort seine Wirkung entfalten kann? Wie folgen wir dem Christus auf seinem Weg zu den Menschen, in ihre Verhältnisse, in ihr Suchen und Finden?

Gottes Wort kehrt nicht wieder leer zu ihm zurück, sagt der Prophet Jesaja. Das bewahrt uns davor, uns auf dem Weg der Nachfolge zu überfordern. Nicht leer, das muss nicht ein volles und überlaufendes Maß bedeuten, das kann auch nur den Boden bedeckt sehen, das halbvolle Glas, den Anfang eines guten Weges.

„Nicht leer“, das kann jede und jeder füllen mit dem Maß, das ihm gegeben ist. Wenn er sich, die Menschen, mit denen er oder sie unterwegs ist, die nahen oder fernen Nächsten, vor Augen führt: Was heißt „nicht leer“ jetzt in dieser Situation, bei dieser Entscheidung, bei dieser Frage um Hilfe und Unterstützung, bei dieser Anerkennung und in diesem Glück?

Wir sind eingeladen, uns in die Auswirkungen des Wortes Gottes hineinnehmen zu lassen, unsere Gaben und Talente, die uns gegeben sind, wahrzunehmen und frei und gut einzusetzen.

Gottes Wort wirkt, es sind Gottes Gedanken und Wege, die zum Tragen kommen, seine Gedanken und Wege, die andere sind als unsere, Gedanken des Friedens und der Liebe, Wege der Hoffnung und der Zuversicht. Es ist gut und befreiend, dass sie andere sind als die unseren, denn das bewahrt uns davor, Gottes Wort zu instrumentalisieren, es für unsere Zwecke zu missbrauchen und uns zu Herren über uns selbst zu machen.

Gottes Wort wirkt. Wir haben uns in diesem Jahr in besonderer Weise auf die Spur dieses Wortes und seiner Wirkung begeben. Und ich bin sicher, wir werden auch nach 500 Jahren dabei noch weitere und gute Erfahrungen in der Nachfolge Jesu Christi machen, Schritt für Schritt.

Burkhard Kamphausen

Superintendent des Kirchenkreises Krefeld-Viersen

Gottes Wort
kehrt nicht wieder leer
zu ihm zurück. Jesaja 55

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